Betty 

Margrit und Linet

Unsere ersten drei Patenkinder 


Während unserer zweite Reise nach Kenia, hatten wir uns vorgenommen, mehr über das Land und die Leute zu erfahren. Diesmal waren wir auch in den Slums unterwegs, fernab von Hotels und Tourismus. Die Eindrücke über die Lebensbedingungen dort, haben uns tief erschüttert.

Während einer unserer Fahrten lernten wir eine kinderreiche Familie kennen. Unter ihnen waren 3 Mädchen: Margrit 6,  Linet 8  und Betty 10 Jahre alt . Sie konnten die Schule nicht besuchen, weil ihre Eltern das Geld für die Schuluniformen nicht aufbringen konnten. In Kenia ist es auch auf einer staatlichen Schule Pflicht eine Schuluniform zu tragen. Diese Armut und ihre Lebensumstände bewegte uns sehr, aber leider konnten wir in diesem Moment nicht helfen. 
Für uns wurde es zum Herzenswunsch für diese Mädchen Paten zu finden. Dieser Wunsch sollte tatsächlich, nach unser Vereinsgründung im Mai, in Erfüllung gehen. Ganz überraschend fanden sich zwei Paten, die bereit waren, gleich ab Mai das Schulgeld zu übernehmen. Somit konnten Margrit und Linet sofort eingeschult werden. Es war ein schönes Glücksgefühl, so schnell helfen zu können. Im Juli fand sich noch ein dritter Pate, so, dass auch Betty nun zur Schule gehen kann. Ein großes Highlight war für uns das Foto vom 1.Schultag von Linet und Margrit. 
Leider ist diese Situation kein Einzelfall in Kenia.
Besonders für Mädchen ist es schwer regelmäßig in die Schule zu gehen oder einen Schulabschluss zu bekommen. 
Warum?
Wenn Eltern kaum das Geld für die Schulkleidung, Lehrbücher und Hefte haben, werden sie diese Kosten eher für einen Sohn als für eine Tochter aufbringen, denn die wird heiraten und von ihrem Mann versorgt werden – so die weit verbreitete Einstellung.
Es fehlt an Hygieneartikel (Binden etc.). Die Mädchen bleiben während ihrer Menstruation zu Hause und verpassen so regelmäßig Unterricht. 

Die Vereinten Nationen haben errechnet, dass wenn alle Mädchen Grundschulbildung hätten, die Zahl der Kinderehen weltweit um 14 Prozent sinken würde. Könnten alle Mädchen eine weiterführende Schule besuchen und abschließen, würde die Zahl der Kinderehen sogar um zwei Drittel zurückgehen. Ähnlich sehe es bei den Teenagerschwangerschaften aus: Die Zahl würde bei Grundschulbildung für alle Mädchen um zehn Prozent, bei Sekundarschulbildung für alle Mädchen um 59 Prozent sinken.

Und genau deshalb haben wir einen Hilfsverein gegründet. Wir wollen den ganz Armen eine Stimme geben, denn Bildung ist der Schlüssel für ein besseres Leben!